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Kosten und Steuern beim Immobilienkauf in Florida für Deutsche: Ihr umfassender Überblick

Der Kauf einer Immobilie in Florida klingt nach Sonne und Sicherheit. Aber klar, es gibt auch Kosten und Steuern, die man nicht unterschätzen sollte.

Du zahlst nicht nur den Kaufpreis. Es kommen Abgaben beim Erwerb, jährliche Steuern und eventuell Steuern auf Miete oder Verkauf dazu.

Als deutscher Käufer musst du beim Immobilienkauf in Florida mit Kaufnebenkosten von rund 2–5 % sowie einer jährlichen Grundsteuer von meist 1–2 % des Immobilienwerts rechnen.

Auch nach dem Kauf laufen feste Kosten weiter. Dazu zählen Grundsteuer, Versicherungen, Verwaltung und Instandhaltung.

Wenn du vermietest, fallen in den USA Steuern auf die Einnahmen an. Es gibt mögliche Abzüge für Kosten und Abschreibung.

Für Deutsche spielen steuerliche Regeln zwischen den USA und Deutschland eine Rolle. Ein Doppelbesteuerungsabkommen kann helfen, doppelte Steuerlast zu vermeiden.

Wichtige Erkenntnisse

  • Beim Kauf entstehen neben dem Preis feste Steuern und Nebenkosten.
  • Nach dem Erwerb fallen jährliche Steuern und laufende Ausgaben an.
  • Steuerabkommen helfen, doppelte Besteuerung zu vermeiden.

Wichtige Steuern beim Immobilienkauf in Florida

Beim Kauf und Besitz einer Immobilie in Florida zahlst du mehrere Steuern. Sie betreffen den Kaufvertrag, den laufenden Besitz, Mieteinnahmen und einen späteren Verkauf.

Als deutscher und internationaler Käufer musst du auch die Wirkung in Deutschland beachten.

Documentary Stamp Tax (Grunderwerbsteuer)

Die Documentary Stamp Tax fällt beim Kauf an. Sie basiert auf dem Kaufpreis und wird beim Eintrag des Kaufvertrags fällig.

In den meisten Counties liegt der Satz bei 0,7 %. In Miami-Dade County gelten Sonderregeln.

Region Satz
Die meisten Counties 0,7 %
Miami-Dade (Einfamilienhaus) 0,6 %
Miami-Dade (andere Objekte) 1,05 %

Du zahlst diese Steuer meist einmalig beim Closing. Käufer und Verkäufer können verhandeln, wer sie trägt.

Plane die Steuer fest ein, da sie nicht vermeidbar ist. Für internationale Käufer gibt’s keine Sonderbefreiung – leider.

Jährliche Grundsteuer und deren Berechnung

Die jährliche Grundsteuer (Property Tax) zahlst du jedes Jahr. Der Satz liegt oft zwischen 1 % und 2 % des festgestellten Immobilienwerts.

Der County legt den Wert fest, nicht der Kaufpreis allein. Die Steuer wird ab 1. November fällig.

Frühzahler erhalten oft Rabatte. Du kannst auch in Raten zahlen.

Nutzt du die Immobilie nicht als Hauptwohnsitz, entfallen Vergünstigungen. Die Homestead Exemption senkt den steuerpflichtigen Wert um bis zu 50.000 USD.

Sie gilt nur für US-Bürger und Green-Card-Inhaber. Als deutscher Käufer ohne Wohnsitz in Florida bekommst du sie in der Regel nicht.

Kapitalertragssteuer bei Verkauf

Beim Verkauf fällt in den USA eine Kapitalertragssteuer auf den Gewinn an. Für ausländische Eigentümer liegt der Steuersatz häufig zwischen 15 % und 30 %.

Abschreibungen aus der Vermietung erhöhen den steuerpflichtigen Gewinn. Zusätzlich greift FIRPTA.

Der Käufer behält meist 15 % des Verkaufspreises ein und führt ihn an das US-Finanzamt ab. Du bekommst zu viel gezahlte Beträge nach der Steuererklärung zurück.

In Deutschland kann der Gewinn den Progressionsvorbehalt auslösen. Das erhöht deinen Steuersatz auf anderes Einkommen, auch wenn der Gewinn in den USA besteuert wurde.

Ein Steuerabkommen verhindert Doppelbesteuerung, aber nicht den Progressionseffekt. Klingt kompliziert? Ist es manchmal auch.

Einkommensteuer auf Mieteinnahmen

Vermietest du deine Immobilie, zahlst du in den USA Einkommensteuer auf Mieteinnahmen. Du musst die Einnahmen beim IRS erklären.

Das gilt auch für kurze Vermietungen. Du kannst viele Kosten abziehen.

Dazu zählen Instandhaltung, Verwaltung, Versicherung, Zinsen und Abschreibungen. Wohnimmobilien schreibst du meist über 27,5 Jahre ab.

Das senkt die laufende Steuerlast. In Deutschland bleiben die Einkünfte meist steuerfrei, wirken aber über den Progressionsvorbehalt auf deinen Steuersatz.

Als internationaler Käufer solltest du Fristen einhalten. Die US-Steuererklärung ist in der Regel bis 15. April fällig.

Alle Kosten beim Hauskauf in Florida

Beim Haus kaufen in Florida entstehen neben dem Kaufpreis mehrere feste und variable Nebenkosten. Diese betreffen vor allem Vermittlung, rechtliche Prüfung, sichere Zahlungsabwicklung und die technische Kontrolle der Immobilie.

Maklercourtage und Rechtskosten

In Florida zahlt meist der Verkäufer die Maklercourtage. Sie liegt häufig bei 5 % bis 6 % des Kaufpreises und wird zwischen Käufer- und Verkäufermakler geteilt.

Für dich fallen in der Regel keine direkten Maklerkosten an. Viele Käufer beauftragen zusätzlich einen Anwalt.

Das ist nicht Pflicht, kann aber sinnvoll sein. Ein Anwalt prüft den Kaufvertrag, erklärt Fristen und schützt deine Interessen.

Die Kosten liegen oft zwischen 1.000 und 2.500 US‑Dollar, abhängig vom Aufwand. Für deutsche Käufer bietet ein Anwalt Sicherheit bei Sprache, Rechtssystem und Haftungsfragen.

Gerade bei komplexen Käufen oder Firmenkonstruktionen kann das Gold wert sein.

Kosten für Title Company und Title Insurance

Die Title Company spielt eine zentrale Rolle beim Haus kaufen in Florida. Sie prüft, ob der Verkäufer rechtmäßiger Eigentümer ist und ob Belastungen bestehen.

Dazu zählen Hypotheken, Pfandrechte oder offene Steuern. Zusätzlich schließt du eine Title Insurance ab.

Diese Versicherung schützt dich vor alten Rechtsansprüchen, die erst nach dem Kauf bekannt werden. Die Prämie zahlst du einmalig beim Closing.

Die Gesamtkosten für Title Company und Title Insurance liegen meist bei 0,5 % bis 1 % des Kaufpreises. In vielen Counties teilen sich Käufer und Verkäufer diese Kosten, je nach Vertrag.

Gebühren für Escrow Account und Zahlungsabwicklung

Beim Kauf läuft das Geld über ein Escrow Account. Dieses Treuhandkonto verwaltet die Title Company oder ein Anwalt.

So bleibt dein Geld geschützt, bis alle Bedingungen erfüllt sind. Du zahlst zunächst eine Anzahlung, oft 5 % bis 10 % des Kaufpreises.

Diese liegt im Escrow, bis das Closing stattfindet. Erst dann gibt die Escrow-Stelle das Geld frei.

Für den Escrow-Service fallen Gebühren an. Sie liegen meist zwischen 500 und 1.500 US‑Dollar.

Dazu kommen Bankgebühren für internationale Überweisungen, die du einplanen solltest.

Kosten für Home Inspector und notwendige Gutachten

Ein Home Inspector prüft den Zustand der Immobilie vor dem Kauf. Er kontrolliert Dach, Elektrik, Klima, Sanitär und Struktur.

Das schützt dich vor teuren Überraschungen. Die Kosten für eine Inspektion liegen meist zwischen 350 und 600 US‑Dollar, abhängig von Größe und Alter des Hauses.

Bei Einfamilienhäusern ist diese Prüfung sehr zu empfehlen. Zusätzliche Gutachten können nötig sein, etwa für Termiten, Schimmel oder ein Wind-Mitigation-Report.

Diese Berichte senken oft die Versicherungskosten und geben dir bessere Verhandlungspositionen.

Laufende Kosten und Versicherungen nach dem Kauf

Nach dem Immobilienkauf in Florida trägst du feste jährliche Kosten. Dazu zählen Versicherungen, laufender Unterhalt und die korrekte Abrechnung der Grundsteuer.

Diese Punkte wirken sich direkt auf deine Planung und Liquidität aus.

Gebäudeversicherung und deren Umfang

Die Gebäudeversicherung (Gebäudeversicherung) ist in Florida Pflicht, wenn du eine Finanzierung nutzt.

Auch ohne Kredit schützt sie dich vor hohen Risiken.

Wegen Hurrikans und Überschwemmungen liegen die Prämien deutlich über dem US-Durchschnitt.

Eine Standardpolice deckt meist Feuer, Sturm, Leitungswasser und Haftpflicht ab.

Hurrikanschäden unterliegen oft einem separaten Selbstbehalt, der prozentual vom Versicherungswert berechnet wird.

Dieser kann mehrere zehntausend Dollar betragen – da schluckt man schon mal.

Viele Objekte benötigen zusätzlich eine Flood Insurance, da Überschwemmungen nicht automatisch versichert sind.

Küstenlagen und ausgewiesene Flood Zones erhöhen die Kosten stark.

Wichtige Einflussfaktoren auf die Prämie:

  • Baujahr und Dachzustand
  • Entfernung zur Küste
  • Bauweise und Fensterstandard
  • Versicherungswert der Immobilie

Unterhaltskosten und Assessments

Neben Versicherungen zahlst du laufende Unterhaltskosten.

Dazu gehören Strom, Wasser, Müll, Internet, Pool- und Gartenpflege.

In Florida fallen diese Kosten ganzjährig an, da viele Häuser über Pools und Klimaanlagen verfügen.

Bei Condos und Wohnanlagen kommen HOA-Fees (Homeowners Association) hinzu.

Diese monatlichen Gebühren decken oft:

  • Außenpflege und Gemeinschaftsflächen
  • Rücklagen für Reparaturen
  • Verwaltung und teilweise Versicherungen

Zusätzlich können Special Assessments anfallen.

Diese einmaligen Sonderumlagen finanzieren größere Maßnahmen wie Dachsanierungen oder neue Aufzüge.

Sie können mehrere tausend Dollar pro Einheit betragen und lassen sich nicht vermeiden.

Verrechnung anteiliger Grundsteuern

Die Property Tax zahlst du in Florida jährlich an den County.

Beim Kauf erfolgt eine anteilige Verrechnung zwischen Käufer und Verkäufer.

Der Notar oder Title Agent rechnet diesen Betrag im Closing Statement exakt ab.

Der Verkäufer zahlt die Steuer bis zum Übergabetag.

Du übernimmst den Rest des Jahres.

Das gilt auch, wenn der Steuerbescheid erst später kommt.

Wichtige Punkte für dich:

  • Die Steuer basiert auf dem assessed value, nicht auf dem Kaufpreis
  • Nach dem Kauf wird der Wert oft neu festgesetzt
  • Die jährliche Belastung kann dadurch steigen

Plane die Grundsteuer als feste laufende Ausgabe ein, besonders im ersten Jahr nach dem Kauf.

Steuerliche Besonderheiten für Deutsche Käufer

Als deutscher Käufer in Florida triffst du auf ein Zusammenspiel aus US‑Steuerrecht und deutschen Steuerregeln.

Besonders wichtig sind das Doppelbesteuerungsabkommen, der Umgang mit Gewinnen in Deutschland und klare Fristen bei Steuern und Anmeldungen.

Doppelbesteuerungsabkommen und Auswirkungen

Deutschland und die USA haben ein Doppelbesteuerungsabkommen (DBA) geschlossen.

Es soll verhindern, dass du dieselben Einkünfte zweimal versteuerst.

Für Immobilien gilt meist das Belegenheitsprinzip.

Das heißt: Die USA dürfen Einkünfte aus Vermietung und Gewinne aus dem Verkauf besteuern.

In Deutschland bleiben diese Einkünfte oft steuerfrei, wirken sich aber auf deinen Steuersatz aus.

Die in den USA gezahlte Steuer wird entweder angerechnet oder die Einkünfte werden freigestellt, je nach Fall.

Typische betroffene Einkünfte sind:

  • Mieteinnahmen aus Florida
  • Veräußerungsgewinne beim Verkauf
  • Bestimmte Nebeneinkünfte rund um die Immobilie

Die genaue Behandlung hängt von deiner Nutzung der Immobilie und deiner persönlichen Steuersituation ab.

Progressionsvorbehalt bei Rückführung von Gewinnen

Auch wenn Deutschland auf bestimmte US‑Einkünfte keine direkte Steuer erhebt, greift oft der Progressionsvorbehalt.

Das betrifft viele deutsche Käufer mit Wohnsitz in Deutschland.

Die Einkünfte aus Florida erhöhen deinen persönlichen Steuersatz auf dein übriges Einkommen.

Ein Beispiel: Du erzielst Mieteinnahmen in den USA, die dort versteuert werden.

In Deutschland bleiben sie steuerfrei, erhöhen aber den Steuersatz auf dein Gehalt oder andere Einkünfte.

Dadurch zahlst du insgesamt mehr Steuer.

Wichtig für dich:

  • Der Progressionsvorbehalt gilt auch ohne tatsächliche Steuerzahlung in Deutschland.
  • Du musst die Einkünfte in der deutschen Steuererklärung angeben.
  • Eine saubere Dokumentation der US‑Zahlen ist entscheidend.

Steuerliche Fristen und Steuernummern

Als Käufer in Florida brauchst du ziemlich früh eine US‑Steuernummer. Meist läuft das auf eine ITIN hinaus, falls du keinen US‑Wohnsitz hast.

Ohne diese Nummer wird’s schwierig, viele steuerliche Pflichten zu erfüllen.

Wichtige Fristen solltest du wirklich im Blick behalten:

  • Jährliche US‑Steuererklärung bei Vermietung
  • Erklärung und Zahlung von Verkaufssteuern nach einem Verkauf
  • Abgabe der deutschen Steuererklärung mit Auslandsangaben

Beim Verkauf behält der Käufer oft einen Teil des Kaufpreises ein. Das ist quasi eine Vorauszahlung auf die US‑Steuer.

Eine spätere Korrektur ist zwar möglich, aber ehrlich gesagt ziemlich aufwendig.

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